Start  L - P  Fritz Lang 
Filmstadt HamburgPlatzhalterKinosPlatzhalterFernsehenPlatzhalterFilmtechnik PlatzhalterSammlungenPlatzhalterReeducationPlatzhalterLinksPlatzhalterVeranstaltungen
###SPALTE_RECHTS###

Fritz Lang

 

Regisseur

 

Am 5.12.1890 wurde Fritz Lang als Sohn des Architekten Anton Lang und seiner Frau Paula in Wien geboren. 1908 studierte er Malerei an der Wiener Akademie der Künste und trat nebenbei als Kabarettist auf. Während weiterer Ausbildungsjahre als Künstler entdeckte er in Paris sein Interesse am Medium Film. Nach den Kriegsjahren 1914-18, in denen er innerhalb der Truppe erste Erfahrungen als Regisseur sammeln konnte, siedelte er nach Berlin über, um als Dramaturg zu arbeiten. 1919 folgte seine erst Regiearbeit zum Stummfilm "Halbblut", dann begann seine Arbeit am Abenteuerzyklus "Die Spinnen", zu dem er auch das Drehbuch schrieb.Lang drehte in den folgenden Jahren seine bedeutendsten Stummfilme unter Verwendung expressionistischer Stilelemente, der Thematisierung von Massenpsychologie und Zeitatmosphäre.In Hamburg drehte er im September 1919 nach dem Theaterstück "Madame Butterfly" von John Luther Long und David Belasco und basierend auf der Oper von Giacomo Puccini den Stummfilm "Harakiri" mit Paul Biensfeldt und Lil Dagover in den Hauptrollen. Als Kulisse diente Carl Hagenbecks Zoologischer Garten in Hamburg-Stellingen. Auch für den zweiteiligen Film "Die Spinnen" 1920 nutzte der Regisseur die Bauten des Tierparks, für dessen ethnologisch stimmige Ausstattung in beiden Filmen Heinrich Umlauff, Hamburger Museum für Völkerkunde, hochgelobt verantwortlich zeichnete (Vgl.Der Film, Nr.51, 21.12.1919). Uraufgeführt wurde der Film am 18.12.1919 im Arsenal-Kino in Berlin. Speziell zu Fritz Langs weniger beachteten Frühwerken wie diesen ist ein Buch von Georges Sturm erschienen: Die Circe, der Pfau und das Halbblut (siehe Literaturangaben).

 

International gelang Fritz Lang mit "Der müde Tod" der Durchbruch. 1922 heiratete er die Drehbuchautorin Thea von Harbou, mit der er in den folgenden Jahren gemeinsam arbeitete. Es folgten Produktionen wie "Dr. Mabuse, der Spieler", "Die Nibelungen" und mit "Metropolis" schließlich der erste deutsche Science-Fiction-Film. Ab 1931 nutzte Lang mit "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" und "M - Mörder unter uns" die Möglichkeiten des Tonfilms zur Darstellung einer neuen Sachlichkeit. Er entwickelte eine eigene Ästhetik, die diese Filme zu Meilensteinen der Filmgeschichte machten. Fritz Langs Filme erzählen oft phantastische Geschichten, die in einer expressiv düsteren Atmosphäre stattfinden.Unter dem NS-Regime wurden einige Filme Langs verboten, andere ("Die Nibelungen")wurden von Adolf Hitler und Joseph Goebbels favorisiert. Fritz Lang wurde 1933 die Stelle als Reichsfilmintendant angeboten, was er ablehnte. Er reiste noch am Tag der Ablehnung dieses Postens nach Paris aus, wo er seinen nach eigener Einschätzung besten Film drehte: "Liliom". 1933/34 erfüllte er einen Auftrag für Hollywood und produzierte in Amerika in den folgenden Jahren 22 Filme. 1935 nahm Lang die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er gründete 1936 mit weiteren Teilnehmern die "Anti - Nazi - League", verfilmte mit Bertolt Brecht "Auch Henker sterben", ein Film, der Kritik am NS-Regime übte.
Nach zahlreichen Ehrungen wie u.a. dem Bundesfilmpreis 1963 starb Fritz Lang am 02.08.1976 in Los Angeles.

 

Literatur über Fritz Lang

Peter Bogdanovich: Fritz Lang in America. London 1968.
Lotte H. Eisner: Fritz Lang. London 1976.
Peter W. Jansen/Wolfram Schütte (Hrsg.): Fritz Lang. München 1976.
Paul M. Jensen: The Cinema of Fritz Lang. London/New York:1969.
Brandlmeier, Thomas: Der frühe Fritz Lang. epd Film no. 8/2001, p. 16.
Georges Sturm: Die Circe, der Pfau und das Halbblut. Die Filme von Fritz Lang 1916-1921. Trier, WVT, 2001.

 

Filmographie

 

(Quelle Fotos: Staatsarchiv Hamburg)

 


W3C validiert