Filmstadt HamburgPlatzhalterKinosPlatzhalterFernsehenPlatzhalterPersonenPlatzhalterA - CPlatzhalterD - GPlatzhalterH - KPlatzhalterL - PPlatzhalterQ - ZPlatzhalterGästePlatzhalterFilmtechnik PlatzhalterSammlungenPlatzhalterReeducationPlatzhalterLinksPlatzhalterVeranstaltungen
###SPALTE_RECHTS###

Helga Feddersen - "Die Ulknudel der Nation"

Schauspielerin

 

Helga Feddersen wurde am 14.03.1930 als Tochter eines Kaufmanns für Seemannsausrüstungen in Hamburg geboren. Nach dem Besuch der Oberschule Lerchenfeld und der Frauenfachschule in Harburg absolvierte sie von 1948 – 1950 die Schauspielschule bei Prof. Eduard Marcks. Als Schauspielerin debütierte sie 1949 als Leonore in Strindbergs “Ostern“ im Hamburger „Theater im Zimmer“. Daraufhin folgten weitere Anstellungen an den Hamburger Kammerspielen und am Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen (1951). Als es 1955 nach einer Tumoroperation an der Ohrspeicheldrüse zu einer bleibenden Gesichtsentstellung kam, schien die schauspielerische Karriere von Helga Feddersen beendet.

 

 

1957 wagte sie einen Neuanfang und wurde Regieassistentin und Souffleuse beim NDR. Danach folgten eine Reihe von  Auftritten in Film, Funk und Fernsehen. 1966 wurde sie an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg engagiert, das ihr Ansehen als Schauspielerin noch unterstrich. 1962 heiratete Helga Feddersen den früheren NDR-Dramaturg Götz Kozuszek. Mit ihm blieb sie bis zu seinem Tod, 1985 verheiratet. Götz Kozuszek war es auch welcher das schriftstellerische Talent von Feddersen erkannte und so schrieb sie ab 1967 eine Reihe von Drehbüchern für das Fernsehen. Gleich ihr erstes geschriebenes Fernsehspiel "Vier Stunden vor Elbe 1" wurde ein großer Erfolg. Weitere große Erfolge als Drehbuchautorin hatte sie 1971 mit „Sparks in Neu-Grönland“ (einer Hommage an ihren Vater) sowie 1974 mit „Bismarck von hinten oder wir schießen nie“. Ihren Hang zur Blödelei entdeckte Helga Feddersen durch die Zusammenarbeit mit Dieter Hallervorden in der satirischen Fernsehserie „Abramakabra“ (1972 – 1975). 1975 wurde sie durch ihre Rolle als Else Tetzlaff in der Serie „Ein Herz und eine Seele“ schlagartig einem breiteren Publikum bekannt. Weitere Erfolge als Ulknudel hatte sie mit der Jugendsendung „ Ach du dickes Ei“ und mit der „Plattenküche“. Mit "Die Wanne ist voll", einer Parodie auf den "Grease"-Song "You're The One That I Want", landeten Helga Feddersen und Dieter Hallervorden 1978 einen Riesenhit. Weitere musikalische Erfolge waren 1979  "Ausziehn" (mit der „Old Merry Tale Jazz Band“) und 1981 "Gib mir bitte einen Kuss“. 1981 war es auch als sie als Theaterschauspielerin einen großen Erfolg als „Perle Anna“ in Hamburgs „Kleinen Komödie“ feiern konnte. Mit der gleichen Rolle eröffnete sie 1983, zusammen mit ihrem Freund und späteren Lebensgefährten Olli (Reinhard) Maier, das 250 Zuschauer fassende „Theater am Holstenwall“. Dort  spielte sie über 400 Mal die Rolle der „Perle Anna“ und machte so ihr Theater über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt. Als Helga Feddersen im Januar 1987 an einem bösartigen Tumor hinter dem rechten Auge erkrankte und nach der anschließenden  Operation lange Zeit nicht mehr auftreten konnte, geriet das Theater zunehmend in Schwierigkeiten. 1989 musste es schließlich Konkurs anmelden.

 

 

Mitte Juni 1990 musste sich Helga Feddersen erneut einer Tumoroperation unterziehen; im August löste sie ihren Hamburger Haushalt auf und übersiedelte mit ihrem Lebensgefährten Olli Maier in ihr Bauernhaus auf der Insel Föhr. Wenige Monate später, am 24. November 1990, erlag die beliebte Schauspielerin, Sängerin, Autorin und TV-Moderatorin mit 60 Jahren ihrem langjährigen Krebsleiden. Wenige Tage zuvor hatte sie noch ihrem langjährigen Lebengefährten das Ja-Wort gegeben.
Helga Feddersen wurde auf dem Steigfriedhof in Stuttgart beigesetzt.

 

Filmographie

 

(Quellen: Munziger Archiv, Hamburger Abendblatt; Fotos: Staatsarchiv Hamburg)


W3C validiert