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Rolf Becker

 

Schauspieler

 

Rolf Becker wurde am 31. Mai 1935 in Leipzig geboren. Ab Kriegsbeginn 1939 wächst er bei seinen Großeltern auf einem Bauernhof in Osterstedt/Holstein auf. 1943 fällt sein Vater im Krieg. Ab 1945 besucht Rolf Becker das „Alte Gymnasium“ in Bremen und studiert danach von 1956 bis 1958 an der Otto-Falkenberg-Schule in München Schauspiel. Hier beginnt seine Karriere, mit kleineren Rollen an den Kammerspielen. 1958 erhält er sein erstes Engagement am Landestheater Darmstadt. 1963 geht er ans Theater der Hansestadt Bremen, wo er auch inszeniert und ab 1965 als Oberspielleiter der Oper arbeitet.

1969 wird er fristlos entlassen und arbeitet danach als freier Schauspieler. 1973/74 wird er Mitglied des Ensembles des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Nach nur einem Jahr verlässt er das Schauspielhaus und arbeitet nun wieder freischaffend. 1979 kehrt er noch einmal für ein Jahr an das Hamburger Schauspielhaus zurück. Seit 1980 arbeitet Rolf Becker als freier Schauspieler und Regisseur, nur kurz unterbrochen durch Engagements am Hamburger Thalia Theater (1985/86), am Deutschen Schauspielhaus (1993) und am Berliner Ensemble (1995). Rolf Becker verkörpert gern zwielichtige und harte Figuren, aber auch Menschen des Alltags. Seit den 1960er Jahren gehört Rolf Becker auch zu den festen Schauspielgrößen im Fernsehen. Er wirkte immer wieder in großen Theater- und Literaturverfilmungen mit, gehörte aber auch öfter zum Cast von Krimiserien wie „Derrick” (ZDF) oder „Tatort” (ARD).

 

Fotos aus "Heinrich der Sänger"

 

Aber auch in Kinofilmen war Rolf Becker zu sehen. So spielte er zum Beispiel in Staatsanwalt in der Böll-Verfilmung „Die verlorene Ehre der Katharine Blum” (1976) unter der Regie von Volker Schlöndorff. Seit 1997 spielt Rolf Becker die Titelrolle in „Der Hamburger Jedermann“ von Michael Batz bei den Sommeraufführungen in der Hamburger Speicherstadt. Rolf Becker hat zwei ebenfalls schauspielernde Kinder: Ben und Meret Becker. Mit beiden stand er auch schon vor der Kamera. In „Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday” (1998) spielt Ben Becker den jungen SS-Offizier Hans Eberhard Wieck, während Rolf Becker den gealterten Wieck mimt. In dem tragischen Film wird die Geschichte eines ungarischen Restaurantbesitzers jüdischer Herkunft, seiner Kellnerin und eines Komponisten erzählt, die in den 1930er Jahren in einer „ménage à trois” leben. Der Deutsche Wieck ist ebenfalls in die Kellnerin verliebt und spielt seine Macht als SS-Offizier aus, um das Leben der drei in eine Tragödie zu verwandeln. Zusammen mit Meret Becker spielte er 2000 in dem Kinofilm „Heinrich der Säger”. Hier wird die Geschichte des Bahnhofsvorstehers Grantke, gespielt von Rolf Becker, erzählt. Zusammen mit seiner Tochter Teresa (Meret Becker) und ihrem Verehrer zerstört er gezielt Eisenbahngleise um gegen die Stilllegung der örtlichen Bahnstrecke zu demonstrieren. Zur Vorbereitung auf diese Rolle übte er bei der Hamburger Schiffswerft Blohm&Voss den Umgang mit verschiedenen Trennschleifern und das Durchsägen von Eisenbahnschienen. Becker beteiligt sich oft an Demonstrationen in Hamburg, ob für den Erhalt von Arbeitsplätzen oder gegen Ausländerfeindlichkeit und Kriege. In einem Interview mit Frank Schlatermund bekennt Rolf Becker: „Ich könnte mir nicht vorstellen, in einer anderen Stadt als Hamburg zu leben.” Seit fast dreißig Jahren ist er in Sankt Georg zu Hause, dem bunten Viertel rund um den Hamburger Hauptbahnhof.

Filmographie

 

(Quelle Fotos: Staatsarchiv Hamburg)

 


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