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Stadtteil Volksdorf

Die Koralle

Das Filmtheater „Koralle" war das beliebteste Volksdorfer Kino und wurde 1956 Im Alten Dorfe 25 / 27 errichtet. Das Film-Echo (10-1956) berichtete: „In Hamburg-Volksdorf eröffnete Herbert Wagner ein elegantes und modern gestaltetes Filmtheater, Die Koralle." Das Kino war Bezirkserstaufführungstheater und stets gut besucht. „Die Koralle" etablierte sich zum Treffpunkt der Volksdorfer. In den 1970er Jahren wurde das Kino umgebaut und stark verkleinert. Auch die Besitzer wechselten. So lag das Kino nach Herbert Wagner in den Händen von Hans Wrage, 1980 war Elke Besse Besitzerin und im Jahr 1984 übernahmen Gerd Fölster und Arndt Eggers das Filmtheater. Diese betrieben das Programmkino bis zum 31.12.1999 am bewährten Standort. Zum Jahresende musste das traditionsreiche Volksdorfer Kino schließen, da der Mietvertrag vom Vermieter fristgerecht gekündigt wurde und die schon im vorderen Teil des Gebäudes sitzende Deutsche Bank auch die hinteren Räumlichkeiten beanspruchen wollte. Die Schließung des Hauskinos der Walddörfer löste sofort eine heftige Protestbewegung aus. Sie sammelten mehr als 11 000 Unterschriften und gründeten den Verein "Die Koralle, Stadtteilkulturverein in Volksdorf". Sie riefen eine Stiftung ins Leben und sammelten Geld. Insgesamt 420 000 Euro kamen zusammen. Den Rest lieh die Bank. Die Volksdorfer hatten erfolgreich für ihr Stadtteilkino gekämpft. Am 01. Dezember 2001 wurde der Grundstein für das zukünftige Bürgerhaus der Walddörfer gelegt. Gut 1,1 Millionen Euro kostete der Umbau des ehemaligen Umspannwerks am Volksdorfer Marktplatz (Kattjahren 1) zum Kulturzentrum. Am 06. Juni 2002 wurde das Bürgerhaus
offiziell von Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust eingeweiht. In das Kino wurde teilweise die alte blaue Koralle-Bestuhlung eingebaut und im Foyer das alte Eingangsschild montiert. Auch der rote Koralle-Schriftzug durfte nicht fehlen und wurde
außen angebracht. Jetzt beherbergt der alte Backsteinbau aus den zwanziger Jahren neben zwei Kinosälen mit je 77 und 142 Plätzen auch das Bistro „Düwel's", die Musik-Kneipe „Riff" sowie ein Internetcafé (Stand 2004). Das Bürgerhaus etablierte sich in den letzten Jahren zum Stadtteilmittelpunkt und Treffpunkt für die Volksdorfer, die (wie uns eine Einwohnerin mitteilte) „lieber unter sich ins Kino gehen als in die Stadt zu fahren."

 

Volksdorfer Lichtspiele, Volksdorfer Camera, Schauburg Volksdorf

Die „Volksdorfer Lichtspiele" (Volksdorfer Camera) wurden 1935 in der Claus-Ferck- Straße 8 errichtet. Das 300-Platz- große Kino wird ab 1959 nicht mehr erwähnt. Die „Schauburg Volksdorf" wurde 1961 in dem umgebauten Saal des Restaurants Weinhardt in der Claus-Ferck-Straße 8  als Nachfolger der Volksdorfer Lichtspiele untergebracht. Das 300- Platz- große Kino wurde von 1961 bis 1966 von der Wrage & Co. GmbH betrieben. Heute ist von dem ehemaligen Kino nichts mehr vorhanden. An der Stelle befinden sich heute die Drogerie „Rossmann" und die „Walddörfer Apotheke" (Stand 2004).

Walddörfer Filmbühne, Park Lichtspiele

Für die „Walddörfer Filmbühne" (Park Lichtspiele) wurde 1953 der Saal des Hotels Stadt Hamburg (Im Alten Dorfe 5) umgebaut. Ab 1954 fanden in dem Kinosaal mit 300 Sitzplätzen Filmvorführungen statt. Die Filmbühne befand sich im Besitz von K.W. Blohm und wurde 1958 von L. Winter übernommen. 1961 wurde das Filmtheater geschlossen. Das Hotel Stadt Hamburg wurde 1967 abgerissen. Anstelle des Kinos wurde der Komplex "Weiße Rose" errichtet, eine Kombination aus Wohnhäusern und Geschäften.

 


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