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Aufwändige Filmproduktion: Ein Herzkönig schlägt zu

Im Sommer 1967 wurde mit einer originellen Werbeaktion auf den Start des neuen Filmes "Herzkönig" mit Alan Bates hingewiesen: Ein LKW, dessen Seitenfront komplett bemalt war, wies auf den Start des neuen französischen Filmes im Hamburger Premierenkino "Barke" an der Mönckebergstraße hin. Der amerikanische Filmverleih United Artists hoffte auf diese Art und Weise den Film ins Gespräch zu bringen, denn französische Filme hatten es in Deutschland immer schwer im harten Verteilkampf um die Gunst des Zuschauers. So war keine PR-Maßnahme zu schräg oder ausgefallen - Hauptsache, der potentielle Kinobesucher nahm Notiz von einem neuen Film. Es war durchaus üblich, Lastwagen oder Straßenbahnen als rollende Filmwerbung zu nutzen. Ob diese Werbung den vom bekannten französischen Regisseur Philippe de Broca inszenierten Drama wirklich zu einem dauerhaften Erfolg verhalf, darf bezweifelt werden. Der heute weitgehend vergessene Film (er erschien weder als Videokassette noch als DVD) pendelte zwischen Posse und Welttheater und überzeugte laut "Lexikon des internationalen Films" vor allem dann, wenn er aus dem Gegensatz von harmloser Verrücktheit der Irren und dem Wahnwitz des Krieges satirische Funken schlug. Schauplatz war des Stoffes war eine französische Kleinstadt gegen Ende des ersten Weltkriegs; die deutschen Besatzungstruppen hatten die Stadt bereits verlassen, die Bevölkerung ist evakuiert worden - bis auf die Tiere des Zoos und die Insassen der örtlichen Irrenanstalt. Ein britischer Gefreiter, gespielt von Alan Bates, soll eine Bombe, die von den Deutschen gelegt wurde, entfernen und findet Unterschlupf in besagter Stadt, die inzwischen zum bizarren Zerrbild bürgerlicher Gesellschaft mutiert ist.

 


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