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Stadtteil Wandsbek

In Wandsbek befand sich eine Vielzahl von Kinos. Heute gibt es nur noch 2 moderne Kinos. Jedoch findet man noch immer Hinweise auf die Existenz der im Laufe der Zeit verschwundenen Kinos.

Schauburg Wandsbek / Rex Lichtspiele

Die Gastwirtschaft Kampel in der Hamburger Straße 7 (heute: Wandsbeker Marktstraße 36) zeigte ab 1912 in seinem Saal Kinofilme. 1925 wurde Georg Wienke neuer Besitzer, welcher 1927 die Gastwirtschaft an die UFA verkaufte. Nach dem Umbau durch den Henschelkonzern hieß das Kino "Schauburg Wandsbek" und wurde im März 1929 eingeweiht. Patin der fünften Hamburger Schauburg war Henny Porten, die auch bei der Premiere ihres Filmes "Die Frau, die jeder liebt, bist du" anwesend war. Somit konkurrierte die Schauburg (1200 Plätze) mit den genau gegenüberliegenden Harmonie-Lichtspielen. Wie so viele andere Kinos, wurde auch die Schauburg am 28. Juli 1943 Opfer der Luftangriffe und vollständig zerstört. Nach dem Krieg ließ Johannes Betzel in der Ruine der ehemaligen Schauburg ein 900-Platz-Kino errichten. Anfang Oktober 1954 eröffneten die "Rex-Lichtspiele". Als Konkurrenz zur gegenüberliegenden 1951 wieder eröffneten Harmonie bot das Rex eine nie zuvor gesehene Lichtinstallation.
Die Rex-Lichtspiele wurden am 30. Dezember 1973 geschlossen. Heute befindet sich in den Räumen des ehemaligen Kinos ein Edeka-Supermarkt (Stand 2004).

 

Harmonie

Seit Ende des 19. Jahrhunderts als Theater genutzt, diente die Harmonie ab 1905 als Tanzlokal und Unterhaltungsstätte in der Hamburger Straße 38 / 39. Im Jahre 1918 wurde das Gesellschaftslokal Wilhelm Schekak in ein Saalkino mit 600 Sitzplätzen umgewandelt und hieß von dort an „Harmonie-Lichtspiele“. Zu Beginn des Jahres 1928 gingen diese in den Besitz von Herrn Paul Besse über. Dieser ließ eine zeitgemäße Umgestaltung des Lichtspieltheaters vornehmen. Aus einem Artikel dieser Zeit: „Schon das Äußere des Hauses, mit seiner mit Keramiken verzierten Fassade und seiner weit nach Hamburg und Wandsbek hinein leuchtenden Lichtsäule, wirkt einladend. Der Zuschauerraum wurde in einer Form geschaffen, wie sie bisher in Groß-Hamburg wohl kaum zu finden war. Er ist von allen übrigen Räumen des Theaters vollständig abgeschlossen. Imponierend wirken die Abmessungen: 40 Meter lang bei einer Breite von 24 Metern. Besonders gewahrt wird der imposante Eindrucks des Raums durch die 20 Meter hohe Decke und die insgesamt 25 Meter emporragende Kuppel. Einstimmig gelobt wird von allen Besuchern der Harmonie-Lichtspiele die außerordentlich gute Sicht und Hörbarkeit, auch auf den weitest zurückliegenden Plätzen des Theaters.“

Wie so viele andere Kinos, wurde auch das Harmonie am 28. Juli 1943 Opfer der Luftangriffe und wurde vollständig zerstört. Am 1. Juli 1944 nahm die Harmonie in der Turnhalle am Chemnitzplatz am Wandsbeker Bahnhof ihren Spielbetrieb wieder auf. Dieser Spielort sollte als vorläufiger Ersatz dienen.

Am 20. April 1951 wurde in Wandsbek ein großes Ereignis gefeiert. Paul Besse ließ die Harmonie Wandsbek am alten Standort wieder errichten – mit 1600 Plätzen das größte Hamburger Nachkriegskino. Die Eintrittspreise lagen zwischen 1,10 DM für Parkett und 3,00 DM für eine Raucherloge. Zur Eröffnung lief „Gabriela“ mit Zarah Leander, welche auch bei der Premiere anwesend war.

Das Harmonie wurde am 30. Dezember 1968 geschlossen. In dem immer noch erhaltenen Gebäude in der heutigen Wandsbeker Markstraße 35 befindet sich zur Zeit (2004) das Geschäft „Strauss Innovation“.

 

Union Theater

An der Ecke Feldstraße 148 / Bramfelderstraße (heute: Ecke Walddörfer Straße 148 / Holzmühlenstraße) befand sich 1932 die Gastwirtschaft Schlösser (ab 1939 Gaststätte Trettin). Nebenan wurde am 1. Dezember 1937 das Lichtspielhaus "Union Theater" mit 400 Plätzen eröffnet. Als letztes der Wandsbeker Kinos wurde das Union Theater am 30. Juli 1943 bei Luftangriffen zerstört. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Parkplatz für den Toom-Supermarkt.

Jüthorn Lichtspiele

In der Hochkonjunktur der Lichtspielhäuser in Deutschland im Jahre 1954 wurden in Wandsbek mehrere Kinos errichtet, unter anderem auch die Jüthorn-Lichtspiele in der Bovestraße 46 (Inhaber: F. Meyer). Dabei handelt es sich um einen schlichten eingeschossigen Kinobau mit rundem Foyer (330 Plätze). Die Trennung von Foyer und Saal ist auch von außen zu sehen. Der charakteristische Namenszug schmückte in Leuchtbuchstaben die Fassade. Jedoch wurde das Kino abgerissen und heute befindet sich an dieser Stelle ein Wohnhaus.

 

Angelika Lichtspiele

Die Existenz der „Angelika Lichtspiele" ist nur für 1952-1956 bekannt. Leider liegen keine weiteren Angaben für dieses Kino vor.

 

Nordlicht-Filmbühne, Nordlicht Filmtheater

Am Friedrich-Ebert-Damm 30 wurde im Jahr 1951 die Nordlicht-Filmbühne erbaut. Das Kino war an markanter Stelle in einen 1920er/1930er-Jahre Wohnblock integriert. Die Fassade zeigt über dem Kino im Erdgeschoss nur schlichte Wohngeschosse. Betreiber des 720-Platz-großen Filmtheaters waren Bruno und Karl Ellerbrock. Aus einer Bekanntmachung dieser Zeit: „In schmuckem Gewand stellte sich den Einwohnern des großen Hamburger Stadtteils Wandsbek die Nordlicht-Filmbühne vor. Die Architekten BDA Wanke und Kapinski schufen in kurzer Zeit ein allen modernen Anforderungen gerecht werdendes Theater, das 721 Plätze fasst und durchgehend hochgepolstert ist." Das Gebäude ist heute immer noch erhalten. In den Räumen der ehemaligen Filmbühne befand sich u.a. ein „Dänisches Bettenlager". Heute findet man an dieser Stelle „Fahrrad Nielandt".

 

UCI Kinowelt Smart City

Erst 1999 wurde in Hamburg-Wandsbek, nach der Schließung der „Rex Lichtspiele" 1973, mit der „UCI-Kinowelt Smart City" wieder ein Kino im Osten der Stadt eröffnet. Das Multiplexkino der amerikanischen UCI-Kinokette wurde im September 1999 im Entertainment-Center der Raffay-Gruppe am Friedrich-Ebert-Damm der Öffentlichkeit übergeben. Das moderne UCI verfügt über 9 Kinosäle mit insgesamt 2504 Plätzen.

 

CinemaxX

Am 09.11.2000 übergab die B&L Immobilien AG das „CinemaxX" in der Wandsbeker Marktstraße der Öffentlichkeit. Das Kino verfügt über fünf Säle mit insgesamt 1.411 Plätzen und wurde von der Betreibergesellschaft Flebbe mit der neuesten Technik ausgestattet. Das Multiplexkino wurde auf dem Dach des bestehenden Einkaufszentrums Wandsbek-Quarrée errichtet. Die Investitionskosten betrugen ca. 20 Mio. DM.


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