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Die Pamir ist ein Dokumentarbericht über die letzten Großsegler. Der Film wurde Anfang 1952 gedreht, wobei das Kernstück Aufnahmen des Kameramannes Willy Peter Bloch bilden. Der hatte auf der Reise von Hamburg nach Rio de Janeiro mehrere tausend Meter Film belichtet, darunter auch einige Farbfilmrollen. Der Film enthält demzufolge viele Szenen aus dem Alltagsleben der Besatzung an Deck, sowie Außenaufnahmen vom Schiff selbst und dem Landgang in Rio de Janeiro.

 

Einige besonders beeindruckende Sturmaufnahmen stammen möglicherweise auch aus einer älteren Dokumentation von 1928/29: Zeitzeugen berichten, dass der Kameramann Bloch während stürmischer Passagen auf der besagten Reise im Jahre 1952 zeitweise seekrank in der Kajüte gelegen habe. 1957 sank die Pamir schließlich in einem schweren Hurrikan, der überwiegende Teil der Besatzung des Segelschulschiffes kam dabei ums Leben. Der Hamburger Produzent Heinrich Klemme, der das Ausgangsmaterial nach dem Konkurs des Hamburger Reeders Heinz Schliewen für seine Firma, die Deutsche Dokumentar- und Spielfilmgesellschaft mbH, schon lange vor dem Untergang erworben hatte, brauchte jedoch zur endgültigen Klärung der Rechte sowie für die Fertigstellung einer kinogerechten Schnittfassung noch rund zwei Jahre. So fand die Uraufführung im Hamburger Urania-Kino an der Fehlandtstraße erst im November 1959 statt.

 

Chronologie

 

29.07.1905Der Stapellauf der Viermastbark „Pamir“ der bei „Blohm + Voss“ in Hamburg vonstatten ging.
1952Damals entstanden die letzten Aufnahmen der „Pamir“ auf der Reise von Hamburg nach Rio de Janeiro.
1953/54Das Film-Material wird für eine erste Schnittfassung gesichtet und vorbereitet. Nachdem das "Institut für Film und Wissenschaft im Unterricht" kein Interesse mehr zeigte, kaufte Heinrich Klemme dieses Material.
21.09.1957Untergang der Pamir durch Hurrican Carrie im Nordatlantik, wobei von 86 Seeleuten nur 6 überlebten.
17.11.1959Erstaufführung des Dokumentarfilms „Die Pamir“ im Urania-Kino in Hamburg.
1997Nachdem der Film im Kino lief wurde er aus mangelndem Interesse abgesetzt und verschwand spurlos. 1997 wurde er durch das Stöbern in Haushaltsauflösungen vom ehemaligen Leiter des Hamburger Landesfilmarchivs, Eggert Woost, wiedergefunden.

 

Presseberichte

 

23.09.1957 in "Der Tag" - Die 'Pamir' sinkt im Atlantik

"Das deutsche Segelschulschiff Pamir treibt seit Sonnabend nachmittag ohne Vormast mit 45 Grad Schlagseite im Orkan 600 Seemeilen südwestlich der Azoren hilflos im Atlantik. An Bord des Schiffes befinden sich 90 Mann, darunter 54 Schiffsjungen. Der letzte Funkspruch wurde um 15:25 Uhr angefangen. Er lautet: "Viermastbark 'pamir' in schwerem hurrican stop alle segel verloren stop 45 grad schlagseite stop stop in gefahr zu sinken stop". Seitdem meldet sich das Schiff nicht mehr..."

 

26.09.1957 in "Hamburger Morgenpost" - Augenzeugen berichten über Pamir-Untergang

"...Bei dem sechsten Geretteten handelt es sich um den 20-jährigen Leichtmatrosen Günther Hasselbach aus Kiel, ... Er wurde 24 Stunden nach der glücklichen Rettung von dem US-Seenot-Kreuzer 'Absecon' geborgen..."

 


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