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Die Univex-Serie:

Das ideale Sammlerstück

Von Hugo Perquy

Oft werde ich von Sammlern gefragt, welche Kameraserie mich bei rund 300 Herstellern am meisten fasziniert. Ich empfehle dann gern die amerikanische Univex-Serie, die lediglich von 1936 bis 1951 hergestellt wurde, von der es neun Typen gab, jede mit Nummer und Modellname versehen.

In den späten dreißiger Jahren war diese kleine, handliche und schöne Kamera bahnbrechend für die rasche Verbreitung des Schmalfilms beim großen Publikum - vor allem in den USA. Nicht ganz unschuldig daran waren zwei Messen: die Weltausstellung in New York (1939-1940) und die „Golden Gate International Exhibition“ in San Francisco. Jeder fünfte Besucher dieser Schauen soll eine Filmkamera besessen haben!

Die „Universal Camera Corporation“ brachte eine billige und bedienungsfreundliche 8mm-Kamera mit eigenem Filmtyp für rund 10 Dollar auf den Markt. Eine Sensation! Nicht erstaunlich, daß davon zwischen 1936 und 1937 mehr als 250.000 Stück verkauft werden konnten. Bis 1939 folgten weitere 90.000 Stück.

 

Die Firma wurde in New York von Otto W. Githens und Jacob J. Shapiro gegründet und hatte zunächst in der 521 South Avenue ihren Sitz. Später zog die Zentrale in die 23 West Road. Entwickler der Kameras war vor allem George Kende. Aber die Firma stellte längst nicht nur Filmkameras her. Bekannt war „Universal“ vor allem für die Produktion der berühmten Mercury-Fotoapparate („Uniflex“, „Bucanor“ oder „Minute 16“). Darüber hinaus wurden auch Fernrohre, zum Beispiel für die amerikanische Armee, hergestellt. Schon am 14. Juni 1952 ging die Firma dann in Konkurs.

Als Sammlerobjekt eignet sich die „Univex“ hervorragend, weil noch relativ viele davon gefunden werden können. Andere Typen sind allerdings kaum mehr auffindbar, aber das stimuliert ja gerade die Jagd danach! Ich gehe davon aus, daß diese schönen Stücke der Technik einen Wert haben, der immer weiter ansteigen wird. Eine sinnvolle Investition also! Eine komplette Sammlung dieser Marke ist heute eventuell auch für den Anfänger noch realisierbar. Es gibt insgesamt rund 33 Varianten, deren Wert bei ca. 6.000 Euro (Bedingung: perfekter Zustand) liegt. Die nebenstehende Liste zeigt die Typen, den verwendeten Film, die Objektive, die „Geburtsdaten“ der Modelle und den geschätzten Wert in Euro. Eine solche Sammlung in der Vitrine ist ein dekoratives Element. Viel Erfolg beim Sammeln!

 

Hugo Perquy ist Mitglied im Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V., er ist Sammler von Filmkameras, tauscht, kauft und verkauft. Zu erreichen ist er unter der Adresse: P.O. Box 26, B-8020 Oostkamp (Belgien). E-mail: perquy(at)unicall.be

 


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