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Gyula Trebitsch

 

Produzent

 

Gyula Trebitsch wurde am 3. November 1914 als Sohn eines Beamten in Budapest geboren. Er besuchte in Budapest bis 1932 die Handelsakademie und begann noch im gleichen Jahr als Volontär in der Budapester Ufa-Niederlassung zu arbeiten - schwerpunktmäßig im Produktionsbereich und im Verleihgeschäft.
Im Juli 1937 machte er seinen Abschluss als "Königlich-Ungarischer Kinovorführer". Mit der Idee, für den heimischen Markt Filme mit ungarischen Stoffen zu produzieren, begann Trebitsch, bei der Budapester Ufa-Dependance selbstständig zu arbeiten. Mit Bankkrediten drehte er seinen ersten Film "Ich vertraue Dir meine Frau an"(mit Heinz Rühmann in Deutschland neu verfilmt) und ließ unter dem Namen "Objektiv-Film" 1936 eine Produktionsgesellschaft eintragen. 1938 wurde die Firma arisiert und Trebitsch aus den Diensten der Ufa entlassen. 1942 wurde er zum jüdischen Arbeitsdienst geholt. Das Kriegsende erlebte er im KZ Wöbbelin bei Ludwigslust, wo er am 2. Mai 1945 von amerikanischen Soldaten befreit wurde.

Von den Briten erhält er die Lizenz zur Eröffnung von zwei Lichtspielhäusern in Itzehoe. 1947 gründete er zusammen mit Walter Koppel die Gesellschaft "Real Film" in Hamburg, die zehn Jahre später an der Spitze der Filmgesellschaften der Bundesrepublik rangierte. Die "Real Film" produzierte künstlerisch wertvolle Filme wie Staudtes "Schicksal aus zweiter Hand", verhalf Curd Jürgens mit dem 1955 entstandenen Film "Des Teufels General" in der Regie Helmut Käutners zum Durchbruch und gab Stars wie Zarah Leander mit "Gabriele" eine neue Chance zu drehen. Auf dem Gipfel des Erfolges stand die "Real-Film" nach der Oscar-Nominierung (1957) des Filmes "Der Hauptmann von Köpenick" mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.Auf dem Höhepunkt der Kinowelle in den 1950er Jahren setzte Trebitsch bereits auf das Medium Fernsehen. Er trennte sich von Koppel und landete mit der TV-Produktion "Lysistrata" einen Hit in den Anfängen des Fernsehens. 1963 wurde Trebitsch geschäftsführender Gesellschafter bei der "Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft mbH". Ab 1969 war er auch Direktor der "Polytel Film B.V." in Amsterdam sowie Geschäftsführer der deutschen Tochtergesellschaft "Polytel International, Film- und Fernsehgesellschaft mbH" und ab 1971 Vorsitzender der Geschäftsführung von "Studio Hamburg". 1980 schied er aus der Geschäftsführung der Firmengruppe "Studio Hamburg" aus, blieb aber mit der "Trebitsch Produktion Holding GmbH & Co. KG" weiterhin als freier Produzent tätig. Anfang 1990 rückten die zum Bertelsmann-Konzern gehörende "Ufa Film- und Fernseh GmbH" und die Trebitsch-Gruppe näher zusammen, was einer Ufa-Mehrheitsbeteiligung an den acht TV-Produktionsunternehmen der Trebitsch-Gruppe gleichkam. Seit Anfang 1991 war Trebitsch als Generalbevollmächtigter für die Firmengruppe "Trebitsch Produktion Holding GmbH & Co. KG" tätig. Seit 1994 ist er als Ehrenvorsitzender und Exklusivberater tätig und als Produzent und persönlich haftender Gesellschafter der "Gyula Trebitsch Produktion und Consulting KG" in Hamburg.

Im Dezember 2005 starb Gyula Trebitsch in seiner langjährigen Wirkungsstätte Hamburg.

 

Auszeichnungen

1979 Ehrenplakette des Senats der Hansestadt Lübeck
1983 Ehrenschleusenwärter
1983 Goldene Kamera der Zeitschrift Hörzu
1984 Professoren-Titel durch den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg
1994 Bürgermeister Stolten-Medaille des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg  
1994 Ehrensenator der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
1997 Telestar: Sonderpreis der Jury
2000 Deutscher Filmpreis: Ehrenpreis für das Lebenswerk
2001 Portugaleser in Silber der Hamburger Bürgervereine 
2002 Ehrenmedaille vom VDT - Verband Deutscher Tonmeister
2002 Ehrenmitglied des Nationalen Filmtheaters Urania, Budapest, in dem er einst als Platzanweiser seine Karriere begann
2003 Ehrenmedaille der SPIO

Gyula Trebitisch gab dem Virtuellen Hamburger Film- und Fernsehmuseum im Juni 2004 ein Interview wenn sie hierklicken können Sie es sich im Real-Media-Format anschauen. Länge: 7 Min

Informationen zur Installation des Real-Media-Player

 

(Quelle Fotos: Staatsarchiv Hamburg)

 


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