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Douglas Sirk

Regisseur

 

Am 26. April 1897 erblickte Hans Detlef Sierck in Hamburg das Licht der Welt. Seine aus Dänemark eingewanderten Eltern erzogen ihn liberal und bald kannte er sich in der Hamburger Kinowelt gut aus. Dabei empört er sich schon mit neun Jahren über schlecht gemachte Filme und schreibt Verbesserungsvorschläge an Filmstudios. Seine Leidenschaft für den Film lässt ihn Kunstgeschichte studieren. Hier lernt er die Filmsprache des Stummfilms. Immer mehr begeistert ihn das Theater, und als ein Regisseur am Deutschen Schauspielhaus erkrankt kommt seine Chance. Er inszeniert ein Stück und bekommt gute Kritiken. Chemnitz, Bremen, Leipzig und Berlin werden für ihn weitere Stationen seines Theaterlebens bevor 1933 die Nationalsozialisten die Macht ergreifen und Teile seiner Werke verbieten. Sierk arbeitete für die UFA deren Filme jetzt "judenfrei" gemacht werden sollten - deren Mitarbeiter sich aber noch dagegen wehrten. Hier schlüpfte er unter und drehte die Filme Stützen der Gesellschaft und Schlussakkord und machte Zarah Leander mit Zu neuen Ufern und La Habanera zum Star. 1937 dreht Sierck einen Film in Holland und nimmt am Ende der Aufnahmen mit seiner Frau Hilde das letzte Schiff das Holland vor der Invasion durch Hitlers Truppen verlässt. In Hollywood angekommen nannte er sich nun Douglas Sirk. Da sein Film Zu neuen Ufern in den Staaten mit Erfolg gezeigt wurde, hatte Sirk bei Warner Brothers schon einen Fuß in der Tür. Nun begann sein großer Erfolg als Kinoregisseur.

 

Er dreht Filme im Breitwand-Format und zeigt Stars wie Rock Hudson, Lauren Bacall und John Gavin. Mit Hitlers Madman, Was der Himmel erlaubt und Imitation of Life hat er Erfolg und wird selbst zum Star. Douglas Sirk lässt in seine Filme auch immer wieder Kritik an der US-amerikanischen Gesellschaft aufblitzen und schafft es dabei trotzdem den Zuschauer glücklich aus der Vorstellung zu entlassen.Als er 1959 nach Deutschland zurückkehrt arbeitet er am Theater in München und Hamburg. Am Thalia Theater führt er unter anderem das Stück Königreich auf Erden auf. Seine Arbeit beeinflusst Filmemacher bis heute. So beeindruckte Sirk auch Fassbinder nachhaltig. Sirks Hauptthema war der Konflikt des Menschen mit sich selbst und mit seiner Umwelt. Menschen die aus ihrer Situation nicht mehr entfliehen können. Gerade bei Fassbinder zeigten sich diese Themen immer wieder. Fassbinder sagte selbst über Sirks Werke: "Es waren die schönsten der Welt dabei. Und Douglas Sirk hat die zärtlichsten gemacht, die ich kenne, Filme von einem, der die Menschen liebt. Godard oder Fuller, sonst einer oder ich, wir können ihm alle das Wasser nicht reichen." 1987 stirbt der deutsche Regisseur 89jährig in Lugano in der Schweiz.



Filmographie

 

(Quellen: Skeptiker des Lichts : Elisabeth Läufer, 1987 Fischer Taschenbuch Verlag GmbH; Fotos: Staatsarchiv Hamburg)

 


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