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Jürgen Roland

Regisseur

 

Jürgen Roland (eigentlich: Schellack) wurde am 25.12.1925 als Sohn eines Kaufmanns in Hamburg geboren. 1943 beendete er das Gymnasium und nahm noch am Zweiten Weltkrieg als Kriegsberichtserstatter  an der Ostfront teil. Schon zu Schulzeiten inszenierte und spielte er in selbstgeschriebenen Theater-Krimis mit seinen Freunden. Nach dem Endes des Krieges begann er als einer der ersten deutschen Rundfunkreporter bei Radio Hamburg (heute: NDR) zu arbeiten. Sein besonderes Einsatzgebiet für aktuelle Reportagen war St.Pauli. Nachdem Jürgen Roland 1948 zum Film wechselte arbeitete er bis 1951 als Regieassistent für Fritz Kirchhoff, Hans Müller, Eugen York und Paul Martin. 1950 besuchte er die Fernsehschule der BBC in London. Nach seiner Rückkehr wurde er 1951 Redakteur beim NDR - Fernsehen in Hamburg. Seine ersten eigenen Regiearbeiten beim Fernsehen waren die Serien "Der Hauptfilm hat noch nicht begonnen" und "Das Künstlerporträt". Desweiteren drehte auch einige Dokumentarfilme, z.B. "Kleine Winterreise in den Harz" und "Düsseldorf, Perspektiven einer Stadt".
 

 

 

Bekannt wurde Roland schließlich mit der Fernsehserie "Der Polizeibericht meldet...". Hier wurden für die Zuschauer aktuelle Kriminalfälle milieugerecht nachgestellt und journalistisch aufgearbeitet. Mit der "Stahlnetz" - Reihe hatte Roland von 1958 bis 1968 in 25 Folgen einen durchschlagenden Erfolg im deutschen Fernsehen. Ab dem Ende der 1950er Jahre begann Jürgen Roland dann auch damit Filme fürs Kino zu drehen. Einige Edgar-Wallace-Filme entstanden unter seiner Regie. Von 1967 bis 1973 moderierte er die Krimi-Quiz-Serie "Dem Täter auf der Spur", welche mit teilweise bis zu 64% Einschaltquoten zum Straßenfeger wurde. Außerdem unternahm er 1976 einen kurzen Abstecher als Moderator in die "Aktuelle Schaubude“. Im Laufe seiner Karriere hat Roland auch zehn "Tatort" - Folgen gedreht. Mit der 1985 von entwickelten Vorabendserie "Großstadtrevier" schuf Roland dann erneut einen Dauerbrenner der deutschen Fernsehlandschaft. Neben seiner Arbeit fürs Fernsehen inszenierte er auch einige Stücke am Theater, z.B. an den Hamburger Kammerspielen Agatha Christies "Die Mausefalle". 1990 trat Jürgen Roland mit 65 Jahren als NDR-Regisseur in den Ruhestand. Er blieb aber weiterhin mit einigen Projekten z.B. dem "Großstadtrevier" aktiv.

 

 

Zu Ehren Rolands schuf das Krimifestival "Tatort Eifel" 2003 den „Krimipreis für innovatives Filmschaffen“ genannt "Roland". Jürgen Roland war der erste Preisträger des undotierten Preises, der von nun an alle zwei Jahre verliehen wird.

Jürgen Roland ist seit über 45 Jahren mit seiner Frau Eva, einer Kunsthistorikerin und Buchautorin, verheiratet. Sie haben zwei erwachsene Töchter.

 

Auszeichnungen: (Auswahl)

1961 Goldmedaille der Polizei

1965 Silbernes Filmband für "Polizeirevier Davidswache"

1966 Drehbuchprämie der Bundesregierung für "4 Schlüssel"

1986 Bundesverdienstkreuz

 

Filmographie

 

(Quellen: Munzinger Archiv, Hamburger Abendblatt; Fotos: Staatsarchiv Hamburg)

 


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