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UFA-Geschichte

1917-1933

Am 18. Dezember 1917 wird die Universum Film AG (UFA) gegründet - mit dem Ziel, dass Deutschland wie die ausländische Konkurrenz über eine eigene Filmpropaganda-Produktion verfügt. Nach dem Krieg wächst das Publikum für die Ufa-Spielfilme ständig an.

 

Ab 1922 baut der Produktionschef Erich Pommer mit seinen Mitarbeitern in Babelsberg ein Produktionszentrum der Ufa. Diese Bioscop - Ateliers werden 1926 durch den Bau der damals größten Atelierhalle Europas erweitert.

 

Fritz Lang oder Friedrich Wilhelm Murnau realisieren für die Ufa mehrere Projekte wie "Metropolis" und  "Faust".

 

1927 erlebt die Ufa eine schwere Finanzkrise und wird von der Scherl - Gruppe des Großverlegers Alfred Hugenberg übergenommen.

 

1930 wird "Der Blaue Engel" mit Marlene Dietrich und Emil Jannings gedreht.

1933-1945

1933 kommen Hitler und die Nationalsozialisten an die Macht. Regisseure, die jüdischer Abstammung und dem Regime politisch nicht genehm waren, wie Billy Wilder, Fritz Lang, Erich Pommer und andere, wanderten aus.

 

Der deutsche Film wird von Partei und Staat streng kontrolliert, vor allem durch das Ministerium für Propaganda und Volksaufklärung (Joseph Goebbels) und durch die Filmkreditbank GmbH in finanzieller Hinsicht.

 

Der Film lässt sich für Propagandazwecke einsetzen. Im Vordergrund steht jedoch die Unterhaltung des Kinopublikums im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie.

 

Typisch für diese Epoche sind Filmkomödien mit Hans Albers und Heinz Rühmann, Operetten- und Revuefilme mit Zarah Leander sowie der opulente Farbfilm "Münchhausen".

 

1942 wird die Ufa mit Tobis, Terra, Bavaria und Wien-Film AG zu einem einzigen Konzern, der Ufa-Film GmbH, verschmolzen und damit die Gleichschaltung der deutschen Filmindustrie abgeschlossen.

1945-1964

Am 24. April 1945 besetzen Einheiten der Roten Armee das Ufa-Gelände.

 

Dank der ersten Produktionslizenz durch die Sowjetische Militäradministration wird am 17. Mai 1946 die Deutsche Filmaktiengesellschaft, kurz DEFA, gegründet. 1946 dreht Wolfgang Staudte den ersten Spielfilm "Die Mörder sind unter uns" mit Hildegard Knef.

 

Das restliche Reichsfilmvermögen bleibt in den westlichen Besatzungszonen unter treuhänderischer Verwaltung bis zur Privatisierung von Bavaria und Ufa im Jahre 1956.

 

Ende 1963 werden die verbliebenen Vermögenswerte der Ufa von der Deutschen Bank verkauft: Die Westberliner Filmateliers gehen mit dem Kopierwerk und sämtlichen Gebäuden an die Firma Becker & Kries. Den Firmenmantel (und damit auch den Namen), die Rechte am Filmvermögen, die Ufa-Musikverlage in München, der Ufa-Werbefilm, die in West-Berlin gegründete Ufa-Fernsehproduktion sowie die Ufa-Theater AG erwirbt die Verlagsgruppe Bertelsmann in Gütersloh.

 

Vergeblich kämpft Ufa-Präsident Arno Hauke gegen die anhaltende Filmkrise an.

1964-1991

1964 erwirbt Bertelsmann die Universum-Film AG sowie sämtliche Anteile der Ufa-Theater AG. Zugleich droht der Ausverkauf der Filmrechte der alten Ufa. Deshalb etablieren die Bundesregierung und die Filmwirtschaft in Wiesbaden die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die 1966 die Rechte an den Ufa- und Bavaria-Filmen erwirbt und seither verwaltet.

 

1972 kauft die Riech-Gruppe die Ufa-Theater AG und führt diese mit einer Lizenz von Bertelsmann unter dem Ufa-Rhombus weiter (d.h. das Ufa-Namensrecht verbleibt bei dem Gütersloher Konzern). Unter Werner Mietzner erleben Ufa-Produktionen als Ufa-Fernsehproduktionen eine Renaissance.

 

Mit der Geburt des Privatfernsehens gründet Bertelsmann gemeinsam mit Gruner & Jahr für ihre Beteiligungen an Hörfunk- und Fernsehsendern wie RTL und Premiere sowie für die Vermarktung von Film- und Sportrechten die Ufa-Film- und Fernseh GmbH in Hamburg. Gründungsgeschäftsführer sind Bernd Schiphorst und Manfred Harnischfeger.

 

Ab 1984 kümmert sich die Holding zusätzlich um die TV-Produktionsaktivitäten der Bertelsmann-Gruppe.

 

Seit 1987 macht die Ufa Schlagzeilen auf den Seiten in der Tagespresse. Denn in diesem Jahr kauft die Ufa-Film- und Fernseh - GmbH die Ufa-Holding im Bertelsmann Konzern.

1991-Heute (Stand: 2001)

1991, 2 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, dehnt sich das Reich des Kino-Zaren Heinz Riech auf das andere Deutschland, auf die „fünf neuen Bundesländer“, jenseits der Elbe aus. Mit ihm kehrt der Ufa-Rhombus in die Region seines Ursprungs zurück: ins „ganze Berlin“ und in die Mark Brandenburg, die einst das Freigelände der großen Monumentalfilme von Joe May und Ernst Lubitsch war. Im Westen, in den Kinovierteln von Hamburg, München, Köln oder Düsseldorf, ist das alte Markenzeichen heute ein Accessoire der postmodernen Stadt, in der alles möglich ist – und möglich ist eben auch, dass ein Konzern, der schon vor Jahrzehnten unterging, im Emblem und als Mythos weiterlebt.

 

Ab Herbst 1991 schmücken sich die Produktionsfirmen der Ufa Berlin mit ihrem neuen Logo unter der Leitung von Wolf Bauer, Norbert Sauer und Axel Reick. Die Ufa Film & TV Produktion entwickelt sich unter ihrer Führung zum größten deutschen Produktionsunternehmen. Preisgekrönte TV - Movies, langlaufende Light - Entertainment-Formate, quotenstarke Daily - Soaps, spannende Serien-Dauerbrenner, Sitcoms und Non-Fiction - Programme (über 2000 gesendeten Programmstunden pro Jahr) machen die Ufa zum Markt-Führer des deutschen Fernsehen.

 

Anfang 1997 fusioniert die Holdinggesellschaft Ufa Hamburg (jetzt Köln) mit der CLT in Luxemburg zur CLT-UFA.

 

Im April 2000 fusioniert die Person TV mit der RTL Group, an der die Bertelsmann AG ab Ende 2001 die Mehrheit hält. Damit verfügt sie über die größten Produktionskapazitäten in Deutschland.


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