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UFA-Palast am Grindel

Ende November 1959 eröffnete gegenüber den Grindel - Hochhäusern das "Grindel -Filmtheater", das zunächst noch isoliert stand und nicht durch eine Straßenfront-Bebauung verdeckt wurde. Geplant wurde das Haus für den ersten Betreiber Oskar Peter Freiberger, von Joachim Glüer, einem bekannten Hamburger Filmtheater-Architekten. Insgesamt bot der Theatersaal 753 Personen Platz.

 

Als modernes und technisch bestausgerüstetes Kino besaß das "Grindel-Filmtheater" die Alleinrechte für die Aufführung von Cinerama- und Cinemiracle-Filmen in Hamburg (dies waren zum Teil mit mehreren Kameras gleichzeitig gedrehte Filme, die durch überlappende Projektion einen ganz besonderen Weitwinkel-Effekt erzeugten). Nach einem Umbau 1963 konnten die Filme auf einer noch größeren Leinwand (27 x 10 m) gezeigt werden, und es fanden hier auch mehrere europäische Uraufführungen statt. So zum Beispiel am 18. November 1966 "Doktor Schiwago", der allein über 2 ½ Jahre lief (er ist damit einer der erfolgreichsten und in der Laufzeit längsten Filme, die je in Deutschland liefen). Mitte der 1970er Jahre übernahm UFA-Kino-Chef Heinz Riech das Theater von den Olympic - Theaterbetrieben und ließ es 1975 durch zwei weitere Säle im vorderen Bereich ergänzen; so dass mit Ausnahme des weitgehend unangetastet gelassenen Saales 1 eine Art Mini-Schachtelkino-Komplex entstand. Mitte 1995 wurde das "Grindel-Filmtheater" im Zuge der allgemeinen UFA-Kinosanierungsmaßnahmen erneut vollkommen umgestaltet. Die Säle 2 und 3 im Foyerbereich wurden entfernt und im Hofbereich die Säle 2-5 völlig neu gebaut. Am 24. November 1995 wurde feierlich die Eröffnung des ersten "UFA-Multiplex-Kinos" in Hamburg gefeiert (der "UFA-Palast" war noch nicht fertig; aber Hans-Joachim Flebbe mit seiner CinemaxX-AG hatte bereits in Hamburg Fuß gefasst); die Leuchtreklame über dem Eingang warb nun sogar für den "UFA-Grindel-Palast". In das Untergeschoss des Foyerbereiches zog eine Filiale von "Pizza-Hut" ein, die jedoch bald bei den Kinobesuchern einen eher negativ Ruf z.B. durch die teilweise recht langen Wartezeiten und mangelhaften Service bekam. Da sich das Restaurant finanziell nicht trug, wurde es nach knapp drei Jahren wieder geschlossen.

Das Foyer selbst gestaltete sich nach der Renovierung sehr großzügig, Kritiker monierten jedoch, dass es den "Charme einer italienischen Eisdiele" ausstrahle. In der Tat überwiegen bis heute breite, glatt geflieste Flächen in Kontrast mit Chromverzierten Säulen und Kassenhäuschen. Nach der Schließung des "UFA-City"-Kinos Ende Juli 2001 zog - begleitet von einer massiven Werbekampagne mit Plakaten, Postkarten und Streichholzbriefchen - die beliebte Dienstagabend –Sneak - Preview ins "Grindel-Kino" um, wo sich bereits Mittwochs seit einigen Jahren auch eine deutsche Sneak - Preview etabliert hatte.

 

Insgesamt kommt dem "Grindel-Kino" seine verkehrstechnisch ideale Lage am Knotenpunkt Grindelberg entgegen, sowie die unmittelbare Nähe zum Campus und anderen Universitätseinrichtungen. Das Publikum rekrutiert sich augenscheinlich zum überwiegenden Teil aus einer sehr jungen Zuschauerschaft - viele Studenten, Teenager und andere "Junggebliebene" zählen zum Stammpublikum. Auch Pressevorführungen finden hier seit Jahren gelegentlich statt; insbesondere große Hollywood-Spektakel (wie zuletzt "Troya") erleben hier ihre Uraufführung vor der Presse.


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