
Filmtechnische Gerätschaften
Auf dieser Seite werden verschiedene Exponate wie Abspielgeräte oder Filmkameras chronologisch dargestellt.

Lebensrad (Phenakistiskop) um 1850 (Nachbau)
Die Geschichte des Lebensrades geht bis ins Jahr 1636 zurück. Es besteht aus einer Trommel mit Sehschlitzen, in der sich auf einem Bildstreifen die Abbildung eines Bewegungsablaufes befindet. Beim Drehen der Trommel entsteht der Eindruck eines bewegten Bildes.

Praxinoskop ca. 1872 (Nachbau)
Emile Reynaud (1844-1918) erfand um 1880 das Praxinoskop. Bei Drehung der Trommel entsteht der Eindruck eines bewegten Bildes. Es ist die Weiterentwicklung des Lebensrades durch Spiegel.
Leihgabe: Till Heidenheim

Ernemann Modell A 1908
Format: 35mm
Beschriftung:
Ernemann Werke AG Dresden
Aufnahme Kino
Modell A SerienNr.: 906632
Privatbesitz: Jürgen Lossau

Laterna Magica Projektor 1915
mit Petroleumbeleuchtung
Marke: GC + CP (Y) N.
Mit der Laterna Magica, der "Zauberlaterne" beginnt ab Ende des 17. Jahrhunderts die Projektionskunst. Verwendet wurden häufig handgemalte Glasbilder. Im Hausgebrauch und in öffentlichen Vorführungen wurden gern Geister- und Gruselbilder, Märchen, Morde und Hinrichtungen gezeigt.

Pathéscope / British Pats 1920er
Format: 9.5 mm
Filmprojektor mit Handkurbel
Beschriftung:
Nr.: 175968-195945
196895 Made in France PB-C-X
Leihgabe: Foto Eggers

Pathé Baby 1922
Format: 9.5 mm
Der Franzose Charles Pathé ist Erfinder des ersten Schmalfilms für Filmamateure.
Der Film wird noch durch das Kurbeln mit der Hand belichtet. Ohne Stativ ist das eine wacklige Sache.
Privatbesitz: Jürgen Lossau

Cine Kodak Model A 1923
Format: 16 mm
Kodak kreiert 1923 den 16mm-Schmalfilm in den USA. Die Kameras sind zunächst größer und klobiger als bei Pathé. 4 Kilo Lebendgewicht. Privatbesitz: Jürgen Lossau

EKA Reiseprojektor 1929
Format: 35 mm
Filmprojektor mit Handkurbel

Cine Kodak Model 20 1932
Format: 8 mm
Erste 8 mm-Filmkamera der Welt, gebaut in Rochester/USA.
Privatbesitz: Jürgen Lossau

Agfa Movector GS 16 C 1935
Format: 16 mm
Leihgabe: Till Heidenheim

Norris Kadett (Ozaphan) um1938
Format: 16 mm
Heimprojektor mit Handkurbel
Eigenumbau für elektrischen Betrieb mit Siemens-Schuckert-Trafo.

Supermole Cinerama
Format: 70 mm
Die Supermole Cinerama-Projektoren ermöglichten damals ein ganz neues Kinogefühl. Drei dieser Geräte projizieren zeitgleich einen 70 mm Film auf eine überdimensionale Leinwand, damit wird der ganze menschliche Blickwinkel erfüllt. In Hamburg standen u.a. in den Grindelkinos und im Savoy, Apparaturen dieser Technik.

Bolsey 8 1955
Format: 8 mm
Der Konstrukteur Jacques Bogopolsky alias Boolsky alias Bolsey läßt in Goslar die kleinste Filmkamera der Welt bei Finetta fertigen.
Privatbesitz: Jürgen Lossau

Nizo Heliomatic Focovario 8 1961
Format: 8 mm
Eine 8 mm-Kamera wie eine Waffe, gebaut bei Niezoldi & Krämer in München.
Privatbesitz: Jürgen Lossau

Elmo C-300 (Tri-Filmatic) 1965
Formate: 8 mm / Single 8 / Super 8 / DoppelSuper 8
Weltweit einzige Filmkamera, die durch Abnehmen der Rückfront mit unterschiedlichen Filmformaten arbeiten kann: 8 mm, Single-8, Super-8 und Doppel-Super-8. Hergestellt bei Elmo in Nagoya/Japan, einem damals auf Film spezialisierten Unternehmen.
Privatbesitz: Jürgen Lossau

Bolex Paillard 18-5L-Super 1968
Format: Super 8 mm
Beschriftung:
Made in Switzerland

Minolta Pocket Z 8 1973
Format: Super 8
Super-8-Taschenfilmkamera, entwickelt von Agfa in Deutschland, gefertigt bei Minolta in Japan.
Privatbesitz: Jürgen Lossau

Polaroid Polavision 1979
Format: Super 8
Erste Sofortbildkamera für das Super-8-Format. Der chemische Film entwickelt sich in der Kassette binnen 90 Sekunden. Neben der Zeitraffer-Kamera Mekel 300 ist die Polavision die weltweit einzige Sofortfilmkamera.
Privatbesitz: Jürgen Lossau

Bauer S 307 XL compact 1982
Format: Super 8
Eine der letzten Super-8-Tonfilm-kameras, die noch bis 1985 hergestellt und vertrieben wurden. Die zur Robert-Bosch GmbH gehörende Firma Bauer war einer der größten Filmgerätehersteller weltweit.
Privatbesitz: Jürgen Lossau




