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Edgar Wallace: Hamburg wird zu London

Die Aussage, „die Edgar Wallace-Filme“ seien in Hamburg gedreht worden, ist eine Behauptung, die so nicht ganz zutreffend ist. Zwar stimmt es, dass Drehorte Deutschlands größter Hafenstadt oftmals genutzt wurden, um Schauplätze in London, der literarischen Heimat fast aller Wallaceromane, zu simulieren, allerdings trifft das nicht auf alle Edgar-Wallace-Filme zu. Bis 1972 wurden 168 Filme nach den Romanvorlagen des berühmten britischen Kriminalautors gedreht und lediglich die deutschen Produktionen der Rialto-Film in den Jahren 1959 bis 1972 sind teilweise in Hamburg gefilmt worden. Daraus ergibt sich eine Schnittmenge aus etwa einem Dutzend Filme, überwiegend von dem Dreigespann Fuchsberger-Arent-Kinski zu Kassenknüllern gemacht, die für unsere Betrachtung in Frage kommt.

Filmografie Edgar Wallace

 

 

Als Höhepunkte der Täuschung gelten die 'Wasserleichen-Szene' in die „Toten Augen von London“, die in Hamburgs Speicherstadt gedreht und dem Publikum als Themsenabschnitt untergejubelt wurde, sowie Schloss Ahrensburg in Schleswig-Holstein, das zum Landschloss von Lady Moron in „Die seltsame Gräfin“ umfunktioniert wurde. Unzählige weitere Studio- und Außenaufnahmen in und um Hamburg ergänzen die Illusion original britischer Schauplätze. Als 'Bobby' kostümierte Polizisten, englische Schautafeln und Schilder erweckten beim Zuschauer von damals nicht den geringsten Verdacht. Heute regt die Kulisse allerdings oftmals zum Schmunzeln an, vor allem wenn offensichtliche Fehler, wie z.B. deutsche Namen auf Straßenschildern, die Herkunft der Produktionsstätten unfreiwillig verraten.


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