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Den Teufel geschminkt: Mephisto erobert auch die Leinwände

Gustaf Gründgens beschäftigte sich im Laufe seines Lebens immer wieder mit Goethes „Faust“. Über 600-mal in seiner Schauspielkarriere verkörperte er die Rolle des Mephistos. Von 1955 bis 1963 war Gründgens Generalintendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und inszenierte dort 1957/1958 zum letzten Mal Goethes „Faust – der Tragödie erster Teil“. Er spielte den Mephisto in der Maske, die sich seit den Dreißiger Jahren nicht verändert hatte. Diese Inszenierung erlebte mehrere Gastspiele im Ausland und wurde 1960 durch Peter Gorski, Gründgens’ Adoptivsohn, auf Film aufgezeichnet. Die Premiere des Films fand am 6. Oktober.1960 statt, er wurde ein großer Publikumserfolg.


Der Film bewegt sich zwischen den Gattungen Theater und Film. Die filmischen Stilmittel (z.B. Einstellungen, Zoom, Überblendung, Kameraperspektive) wurden bis zu einer gewissen Grenze eingesetzt. Immer wieder wird der Zuschauer daran erinnert, dass eine Theaterinszenierung verfilmt wurde. Dies konnte unter anderem dadurch erreicht werden, in dem beinahe im gesamten Film der Bühnenraum - zumeist sogar mit Podestbühne - als solcher zu erkennen ist.

 

Der Hamburger Maskenbildner Herbert Grieser (Bild in der Mitte) übernahm ausschließlich für die Verfilmung die Arbeit, die berühmten Darsteller - Gründgens und Quadflieg - adäquat zu schminken. Noch viele Jahre später erinnerte er sich in einem Interview daran, wie er Gründgens in die legendäre Teufelsgestalt Mephisto verwandelte - einer der Höhepunkt seines Schaffens als Maskenbildner! 

 

Hinweis:

Die Abbildung der Titelseite „Illustrierte Film-Bühne“ zu dem Film FAUST erfolgte mit freundlicher Genehmigung des Verlags für Filmschriften, Christian Unucka, 85241 Hebertshausen


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