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Diskussion um Gewalt im Kino wird angeheizt

Im Sommer 1974 lief auch in den Hamburger Kinos der amerikanische Spielfilm „Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia“ an. Das Werk des Hollywood-Außenseiters Sam Peckinpah behandelte eine groteske Geschichte: Ein mexikanischer Großgrundbesitzer setzt, nachdem seine Tochter von einem Landarbeiter geschwängert wurde, auf den Vater ein Kopfgeld von einer Million Dollar aus. Einige amerikanische und mexikanische Kopfgeldjäger machen sich auf die Suche nach diesem Alfredo Garcia. Eine dramatische Jagd durch halb Mexiko ist die Folge, an der sich auch der ehemaliger Barpianist Bennie und seine Freundin beteiligen. Das Werk, ein klassisches Road-Movie, mit Action- und Thrillerelementen ist nach Ansicht von Cineasten eines der ungewöhnlichsten und tiefgründigsten im gesamten Schaffen des Regisseurs Peckinpah. Doch auch relativ wohlwollende Kritiker stuften den Film als „rohes, physisches Kino“ ein, dass „unmittelbar und dreckig“ sei., andere fanden die im Film gezeigte Gewalt einfach nur „menschenverachtend“. Obwohl der vorhandene schwarze Humor eine kritische Auseinandersetzung mit der latenten Gewalt in der nordamerikanischen Gesellschaft deutlich machte, ging vielen Kritikern die makabere Odyssee des abgetrennten Kopfes von Alfredo Garcia, die sich fast durch den ganzen Film zieht, und einige sehr blutige Schießereien zu weit. Zudem heizte der Film die Diskussion über Gewalt im Film erneut an, obwohl er von der FSK schließlich sogar ab 16 Jahre freigegeben wurde und damit knapp an einem Jugendverbot vorbeischlitterte. Der Hamburger Bildberichterstatter Horst Janke fotografierte kurz nach der Premiere des Films einige Kino-Schaukästen, in denen für den Besuch dieses Films geworben wurde. 

 


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