Filmstadt HamburgPlatzhalterEreignissePlatzhalterFilme aus & über HHPlatzhalterDrehortePlatzhalterFestivalsPlatzhalterInstitutionenPlatzhalterKinosPlatzhalterFernsehenPlatzhalterFilmtechnik PlatzhalterSammlungenPlatzhalterReeducationPlatzhalterLinksPlatzhalterVeranstaltungen
###SPALTE_RECHTS###

Von der Garage zum Filmtempel: Startschuss für das ABATON

Es war einmal eine alte Garage, die kaum noch genutzt wurde – und dann kam die Idee, sie in ein Lichtspieltheater zu verwandeln, das heute zu den erfolgreichsten Programmkinos überhaupt in Hamburg zählt. Alles begann am 9. Juli 1970 mit einer aufsehenerregenden Publicity-Aktion auf dem Vorplatz, der damals noch als Teil des Uni-Campusgeländes „Von-Melle-Park“ hieß (1983 dann in "Allende-Platz" umbenannt). Ein junge Frau auf einem Podest hielt ein selbst gemaltes Schild in die Höhe, auf dem „ABATON“ stand (der Name war mit Bedacht gewählt worden, damit das neue Kino in den Programmspalten immer alphabetisch an erster Stelle auftauchen würde). Die Initiatoren, Werner Grassmann und Winfried Fedder, hatten flugs einige ausgediente Sitze aus den gerade geschlossenen Harvestehuder Lichtspielen beschafft und sie in der leeren Garage aufgestellt, sowie einen 16-mm-Filmprojektor, mit dem einige Kurzfilm auf eine Wand geworfen wurden. Doch die „Premierengäste“, darunter einige damals bekannte Feuilletonjournalisten und auch ein Fotograf der Bildagentur Conti-Press, waren begeistert – genauso wie das Publikum, das dieses neue Kino bald für sich entdeckte. Heute  ist das anfänglich sehr experimentelle und hoch ambitionierte Programm  inzwischen dem eines gehobenen Programmkinos angeglichen worden; so werden auch anspruchsvolle Filme von Mainstream-Regisseuren gezeigt, die teilweise auch in den Multiplex-Kinos gespielt werden. Das Kino erfreut sich wegen seiner guten Lage am Rande des Universitätsgeländes großer Popularität insbesondere unter den Studierenden der umliegenden Hochschulen. Das Abaton-Kino ist seit vielen Jahren auch regelmäßiger Spielort für Teile des Programms des Filmfestes Hamburg. Und die sonntäglichen Matineen, zahlreiche Schulvorstellungen in der Woche und regelmäßige abendliche Filmpremieren (teilweise in Anwesenheit von Regisseuren und/oder Darstellern) runden das umfangreiche Programm ab. Anfang der 1990er Jahre kam noch ein dritter Kinosaal hinzu, so dass das Kino heute insgesamt über 520 Plätze verfügt.

 


W3C validiert