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Hafen als Kulisse für "Zwischen Hamburg und Haiti"

Im Frühjahr 1938 war in einem Branchenblatt folgende Meldung zu lesen: "Auf der Alsterseite, gegenüber dem Hotel 'Vier Jahreszeiten', versammelten sich die neugierigen Hamburger und ließen den Eingang nicht aus den Augen. Nicht häufig haben die Einwohner der Hansestadt Gelegenheit, Filmleute bei der Arbeit zu sehen". Der Regisseur Erich Waschneck drehte den im Reedereimilieu spielenden Film "Zwischen Hamburg und Haiti", wobei sich in der ersten Szene Gustav Knuth und Gisela Uhlen im Alsterpavillon kennenlernen. Erzählt wurde die Geschichte eines deutschen Überseekaufmanns und Plantagenbesitzers, der bei der Suche nach einer geeigneten Ehefrau an ein Animiermädchen von der Reeperbahn mit unehelichem Kind gerät und nach vielen Schicksalswendungen doch noch sein Glück findet. Wie oft Gustav Knuth und Gisela Uhlen die Gangway eines Liniendampfers der Hamburg-Amerika-Linie hoch und runtergehen mussten, bis der penible Regisseur mit der Einstellung zufrieden war, ist leider nicht überliefert - immerhin hatten die als Statisten angeworbenen Hafenarbeiter endlich einmal richtig etwas zu schauen. In einem großen Hamburger Kinobildarchiv finden sich erstaunerlicherweise rund 100 Motive, die meisten von den Dreharbeiten im Hamburger Hafen. Mit der populären Nachkriegs-Radiosendung "Zwischen Hamburg und Haiti", die über viele Jahre zu den absoluten Dauerbrennern im Äther gehörte, hat der Film nur den Titel gemeinsam. Gustav Knuth übrigens erklärte später - nach dem Zweiten Weltkrieg - Hamburg zu seiner Wahlheimat und saß sogar kurze Zeit in der Hamburger Bürgerschaft. Mit Heinz Rühmann drehte er hier dann noch "Keine Angst vor großen Tieren" und andere Erfolgsfilme. Der Film "Zwischen Hamburg und Haiti", der heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist, startete in den deutschen Kinos übrigens erst nach Kriegsbeginn.


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