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Dreharbeiten auf schwankenden Planken …

Jeder, der schon einmal etwas mit den Dreharbeiten eines maritimen Filmes zu tun hatte, weiß, wie schwierig es ist, auf dem Wasser zu drehen: Unberechenbares Wetter, unruhige See, seekranke Schauspieler und Crewmitglieder, die noch ein Schiff betreten haben – das alles sind unwägbare Risiken, die im schlimmsten Fall das ganze Unfangen zu einem Fiasko ausarten lassen können. Zumal, wenn das Schiff kein Kreuzfahrtdampfer, sondern ein winzigkleiner Fischkutter ist. Ganz so schlimm kam es dann allerdings doch nicht, als im späten Frühjahr 1950 die Hamburger REAL-Filmproduktion ihr neues Werk „Lockende Gefahr“ in Angriff nahm. An Originalschauplätzen zwischen Hafen und Altonaer Fischmarkt entstanden die Außenaufnahmen unter der Regie von Eugen York. Der später als TATORT-Kommissar Paul Trimmel bekannt gewordene Schauspieler Walter Richter übernahm den Part eines zwielichtigen Hamburger Fischers. Dieser wird durch einen kleinen Jungen, der von Adi Lödel, der sich auf seinem Kutter eingeschmuggelt hat, davor bewahrt, erneut jemanden umzubringen. Der auf der Biennale 1951 in Venedig als deutscher Beitrag gezeigte Film wurde später folgerichtig in „Der Totschläger“ und „Uli, der junge Seefahrer“ umgetitelt. Bei den Dreharbeiten auf dem schwankenden Kutter soll der Kameramann Zeitzeugenberichten zufolge auch heftig unter Seekrankheit gelitten haben. Wetterfest zeigte sich hingegen Peter Michael Michaelis, der neue Studiofotograf, der eine Serie wunderschöner Stimmungsbilder aufnahm. Der Seefahrer-Romantik, die der Film vermittelt, haben die widrigen Umstände seiner Entstehung keinen Abbruch getan.  Leider ist der Film in den letzten Jahren nur noch selten im Kino oder Fernsehen zu sehen gewesen, so u.a. zum 850. Hafengeburtstag im Nord3-Fernsehen.

 


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