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Der Beginn der Schachtelkino-Ära

Bekanntlich war der neue UFA-Palast am Gänsemarkt nach dem Krieg am 25. Februar 1958 eingeweiht worden, an der Stelle des 1912 eröffneten Lessing-Theaters. Knapp 1000 Sitzplätze (genau waren es 988) und eine 16 Meter breite und 7 Meter hohe Leinwand kennzeichneten den großen Saal. Doch nach der Übernahme des UFA-Theaterkonzerns durch Heinz Riech waren die Plätze nicht mehr zu füllen und so wurde der Hamburger UFA-Palast zu einem der ersten Opfer des Umbaus zu Schachtelkinos: Radikal wurde der große Saal im Frühjahr des Jahres 1974 durch den Einzug von Zwischendecken in mehrere kleine Säle unterteilt. Als am 19. April 1974 die Wiedereröffnung anstand und die ersten Zuschauer hereinströmten, gab sich Heinz Riech, der Chef der UFA-Kinokette, höchst persönlich die Ehre und betätigte die Kurbel einer Berliner Drehorgel. In einem der größeren Säle lief der neue Bud-Spencer- und Terence-Hill-Film „Zwei wie Pech und Schwefel“. Zunächst schien das Konzept von Riech aufzugehen: Durch die drastische Verbreiterung des Programmangebotes stieg die Gesamtzuschauerzahl an. Doch nach einigen Jahres war das Publikum die Schachtelkinos leid: Viel zu kleine Leinwände, eine leicht schmuddelige Atmosphäre und ein immer niveauloseres Angebot schreckten immer mehr Besucher ab. So nahm nach dem Tod von Heinz Riech der UFA-Theaterkonzern in den 1990er Jahren selbst einen Rückbau von einigen dieser Schachtelkinos wieder in größere Säle vor.

 


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