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Ein falscher Hauptmann auf Abwegen: Wie sich der Schuster Vogt ins Finanzamt am Schlump verirrte

Es sollte einer der erfolgreichsten deutschen Nachkriegsfilme werden - und der einzige, der es bis dahin sogar zu einer Nominierung für den amerikanischen Oscar in Los Angeles brachte: Die legendäre Verfilmung des erfolgreichen Bühnenstücks "Der Hauptmann von Köpenick" mit Heinz Rühmann in der Titelrolle. Tja, und da der Film ausschließlich in Hamburg gedreht wurde und nicht an seinem Originalschauplatz in Berlin-Köpenick, gab es in der Hansestadt plötzlich einen gewaltigen Aufruhr vor dem Finanzamt Eimsbüttel am Schlump. Dass doubelte nämlich für die REAL-Film-Produktion am 12. April 1956 das Berliner Original, das wegen der Zonengrenze und dem Viermächtestatus für die Produktion unerreichbar war.  

Die Geschichte der Bühnenspiel-Vorlage handelt vom armen Schuster Wilhelm Voigt der nach jahrelanger Haft aus dem Gefängnis entlassen wird. Da ihm persönliche Papiere fehlen, um wieder ins bürgerliche Leben zurückzukehren, beschließt er die benötigten Unterlagen bei einem Einbruch in ein Polizeirevier zu stehlen. Dort wird er aber wieder gefasst und zu einer weiteren Gefängnisstrafe verurteilt. Während seiner Haftzeit entdeckt er die Gefängnisbücherei für sich und eignet sich über die Bücher ein umfangreiches Wissen über die Geschichte, Umgangsformen und Befehle des Militärs an. Nach seiner Entlassung kommt er bei seiner hilfsbereiten Schwester Marie unter und erwirbt bei dem Trödler Krakauer einen alten Waffenrock. Es beginnt eine schier unglaubliche Geschichte.

Basierend auf einer wahren Geschichte, erwies sich Carl Zuckmayers Theateradaption als ein großer Erfolg, der nur noch vom wahrhaft gigantischen Erfolg der Verfilmung durch Helmut Käutner getoppt wurde. Auch die Hamburger mußten einmal mehr zu ihrer Verblüffung feststellen, dass ihre Stadt auch durchaus als Double für Örtlichkeiten der geteilten Hauptstadt und ihrer näheren Umgebung herhalten konnte.

 


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