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Dreharbeiten zu "Fatica di vivere"

Am 18. März 1959 staunten viele Hamburger nicht schlecht, als eine komplette Filmcrew der römischen TITANUS-Gesellschaft mit großen Equipment anrückte und am Rödingsmarkt und St. Pauli Aufnahmen für einen neuen Spielfilm mit dem Arbeitstitel "Fatica di vivere" (frei übersetzt: "Schuften, um zu Leben") durchführte. Der 1922 in Neapel geborene  Francesco Rosi, der den Regisseuren zugerechnet wird, die für den sogenannten "Zweiten Neorealismus" des italienischen Films stehen, gab seinen Akteuren Alberto Sordi, Belinda Lee, Renato Salvatori und Aldo Giuffré genaue Anweisungen für die zum Dreh anstehenden Szenen - Rosi hatte übrigens auch das Drehbuch mitverfasst. Renato Salvatori spielte einen Italiener namens Mario, der gerade seine Arbeit in Hannover verloren hat und sich deshalb einem gerissenen Römer, gespielt von Alberto Sordi, anschließt, der zusammen mit einem Clan von „Fliegenden Händlern“ aus Neapel Stoffe, Anoraks und Teppiche von Haus-zu-Haus verkauft, um auf diese Weise zu Geld zu kommen. Der Boss der Bande ist Raffaele, der seine Geschäfte auf ganz Deutschland ausgehnt hat. Als der Römer unabhängig sein will und seine Freunde überredet, statt für den Boss, unter seiner Leitung für einen reichen Hamburger Industriellen zu arbeiten, kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung mit einem Trupp „fliegender Händler“ aus Polen, denen die Neapolitaner den Markt streitig gemacht haben. Schließlich müssen sich alle wieder dem Boss Raffaele ergeben. Mario kehrt enttäuscht in seine Heimat zurück. "Halb Komödie „all’italiana“, halb Sozialkritik, portraitiert Rosi das Deutschland der Fünfziger Jahre aus italienischer Sicht", konnte man auf einer Internetseite des Goethe-Instituts bei einer Wiederaufführung in jüngerer Zeit als Einschätzung lesen. In die italienischen Kinos kam der Film übrigens unter dem Titel "Il magliari" ("Fliegende Händler"), beim deutschen Kinostart trug er dann den sehr reisserischen Titel "Auf St. Pauli ist der Teufel los.

 

Für ergänzende Infomationen danken wir Joe Mazza aus Italien - ebenso für den Hinweis auf die Site "http://utenti.lycos.it/RobertoPruzzo/imagliari.html", die auch für diejenigen Internetnutzer, die des Italienischen vielleicht nicht mächtig sind, zumindest doch weitere schöne Filmbilder liefert.

 


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