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Als Pornofilme auch die große Leinwand eroberten

Am 20. Januar 1977 gab es eine kleine Sensation im Kinosektor: Erstmals wurde ein Film der Flensburger Erotik-Produzentin Beate Uhse in Hamburg offiziell in einem regulärem Publikumskino, dem „Holi“ („Hochhaus-Lichtspielen“) in Eimsbüttel, der Presse vorgeführt. „Bodylove“ hieß das eigentümliche Werk von Lasse Braun, für das der Komponist Klaus Schulze persönlich einige Partituren beigesteuert hatte (die Ende 1976 in Bochum und Frankfurt aufgenommene Musik von Klaus Schulze (electronics) und Harald Grosskopf (drums) ist übrigens noch heute auf Schallplatte erhältlich). Damit wurde deutlich, dass erotische Filme endlich raus aus der sogenannten „Schmuddelecke“ wollten. Vorbildfunktion hatten dabei natürlich auch hier die Vereinigten Staaten, wo seit Anfang der 1970er Jahre auch derartige Machwerke durchaus in regulären Filmtheatern zum Einsatz kamen. Als Blockadebrecher hatte dabei „Deep Throat“ (1972) fungiert, der der durch geschicktes Marketing als gesellschaftsfähig angesehen wurde und mit Mafia-Geldern, wie sich später herausstellen sollte, produziert worden war. Über die Reaktionen der versammelten Presse und sonstigen Teilnehmer der Sondervorführung von „Body Love“ ist leider nichts überliefert - zu vermuten steht jedoch, dass die Reaktionen der Anwesenden eher verhalten bis gelangweilt waren. Und letztlich hat sich die Strategie, erotische Filme auch in regulären Filmtheatern zu zeigen, dann doch nicht umsetzen lassen.

 

 


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