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Letzter Versuch zur Rettung des Heimatfilm-Genres

Am 6. Januar 1959 kam mit „Der Schäfer vom Trutzberg“ noch einmal ein großer Heimatfilm in die deutschen Kinos. Keine geringer als Heimatliteratur-Ikone Ludwig Ganghofer höchst selbst hatte die Stoffvorlage geliefert. Als Schauspieler hatten neben der Neuentdeckung Franziska Kinz auch Herbert Tiede sowie Karl Skraup verpflichtet werden können. Heidi Brühl, die kurz zuvor mit der Filmreihe „Die Mädels vom Immenhof“ große Popularität erlangt hatte, war ebenfalls dabei. Regisseur Hans von Borsody hatte selbst eine Rolle übernommen, der Produzent Peter Ostermayr zeichnete auch für das Drehbuch verantwortlich. Das Genre selbst hatte allerdings 1958, als die Dreharbeiten für den „Schäfer vom Trutzberg“ begannen, schon seinen Zenith lange überschritten. Seit den legendären ersten deutschen Farbfilm nach dem Zweiten Weltkrieg, „Schwarzwaldmädel“ (1949/50) waren durch derartige Heimatfilme viele Schauspieler wie Rudolf Prack und Sonja Ziemann bekannt geworden – und hatten die Kinokassen über viele Jahren klingeln lassen. In Ganghofers Ritterspiel vom edlen Burgfräulein, das sich in einen tapferen Schäfer verliebt, hatte nun der Produzent und Drehbuchautor Ostermayr seine ganze Hoffnung auf eine Genre-Wiederbelebung gesetzt: Die Trutzburg und die Burg Puechstein waren einst ein gemeinsames Gut. Damit die beiden Burgen wieder vereint werden, verloben die Edelherren ihre Kinder. Nur macht das Edelfräulein Hilda von Puechstein den Plänen einen Strich durch die Rechnung, als sie sich ausgerechnet in einen einfachen Schäfer verliebt. Der Film hatte in Norddeutschland seine große Premiere im Hamburger Grindel-Kino, wobei auch der Regisseur von Borsordy, der Produzent Ostermayr und einige der Hauptdarsteller persönlich anwesend waren. Bildberichterstatter Horst Janke dokumentierte die große Premiere durch etliche Aufnahmen. Der Film selbst hatte aber nicht den großen Erfolg, den sich die Beteiligten erhofft hatten - und die angestrebte Wiederbelebung des Heimatfilm-Genres sollte dadurch ebenfalls nicht mehr eintreten.  


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