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Adalbert Baltes dreht den ersten CinemaScope-Film in Hamburg

Als mit „Das Gewand“ 1954 auch der erste CinemaScope-Filme erfolgreich in den Hamburger Kinos anlief, interessierte sich auch der Hamburger Industrie- und Werbefilmer Franz Emil Adalbert Baltes (1916-1992) sofort für diese neue Aufnahmetechnik. Es gelang ihm, die Mittel für einige knapp 20-minütige Kulturfilme zusammenzubringen und sich eine entsprechende Kamera auszuleihen, mit der erstmals in der Hansestadt CinemaScope-Aufnahmen - natürlich in Farbe - gedreht wurden. Sein erstes Werk trug den Titel „Weiße Segel – Blaues Meer“ und widmete sich maritimen Motiven, während das zweite Werk nur schlicht mit „Hamburg“ betitelt war und zehn Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges die wiederaufblühende Hafenmetropole zeigte. Zu den Dreharbeiten des zweiten Filmes lud Baltes am 17. Januar 1955 auch die Hamburger Presse und einige Fotografen ein und demonstrierte stolz zusammen mit dem Kameraassistenten Rolf-Dieter Parnow und Emil Eisenmann im Führerstand eines Triebwagens der Hamburger Hochbahn den Einsatz der neuen Technik. Am 27. März 1956 gelangte auch dieser Film endlich zum Kinoeinsatz, doch die große Zeit der Beiprogrammfilme war schon vorbei. Als auch die  folgenden CinemaScope-Filme „Tor zur Welt“, „Pferdeland zwischen den Meeren“, „Das Lied der Schiffe“, „Von Meer zu Meer“ nicht mehr für prädikatwürdig erachtet wurden, stellte Baltes nach sechs Produktionen die Herstellung von CinemaScope-Filmen wieder ein. Am 13. April 1957 meldete das Branchenorgan „Filmwoche“ in seiner Rubrik „Kulturfilm“ diese Nachricht, die damit begründet wurde, das Baltes’ Firma nach der Verweigerung eines Prädikates nicht mehr in der Lage sei, die finanziellen Ausfälle auszugleichen: „Baltes zieht es nach seinen gemachten Erfahrungen vor, das Risiko eines (immer noch) steuerschindenden Kulturfilmes mit den Sicherheitsgarantien von Werbefilmen für die Industrie zu vertauschen.“

 


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