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Lichtspieltheater im Abriß der Zeit

Savoy

Das Savoy lag in Bahnhofsnähe am Steindamm. Es wurde am 14. März 1957 eröffnet und als Erstaufführungstheater und Programmkino genutzt. Das Savoy wurde von der UFA-Theater AG Ende der 1990er Jahre aufgegeben und heute gelegentlich für Sondervorführungen von türkischen oder indischen Filmen für Ausländer-Vereine genutzt. Deshalb wird es auch manchmal als Hamburgs "Geisterkino" bezeichnet.

Kurbel am Jungfernstieg

Die Kurbel am Jungfernstieg gehörte zur Möller-Kette. Sie ist hier in einer Nachtaufnahme aus dem Jahr 1956 zu sehen. Im Jahr 1971 wurde sie abgerissen, da sie einem Erweiterungsbau des Alsterhauses weichen musste.

Kurbel am Nobistor

Die Fotos zeigen die Kurbel am Nobistor. Das Kino befand sich auf der Reeperbahn. Die Geschichte des Hauses begann 1905 als Helios Theater. Im Jahr 1931 wurde die Schauburg Altona eröffnet, die den Krieg nicht überstand.
Die eigentliche Kurbel wurde 1951 gebaut, jedoch 1954 in ein Sex-Kino umgewandelt.
Später wurde das Gebäude komplett abgerissen. Bei den Abrissarbeiten kam es zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Mann unter den Trümmern begraben wurde.

Schauburg Altona

Auf dem Bild ist die Schauburg Altona zu sehen, die vor dem Krieg an der Stelle der Kurbel am Nobistor zu finden war.

Oase

Die Oase befand sich auf der Reeperbahn auf St. Pauli. Hier in der Außenansicht mit einer Filmankündigung von Paramount aus dem Jahre 1958 zu sehen.
Die Oase wurde Ende der 1990er Jahre von der UFA-Theater AG aufgegeben und heute als Variete-Bühne genutzt.

Barke

Im Jahr 1913 wurde zunächst das Barkhof Theater auf dem Grundstück in der Mönckebergstraße errichtet. Ab 1943 befand sich die Schauburg am Hauptbahnhof in dem Gebäude. Das alte Haus wurde jedoch abgerissen und 1952 ein Neubau, in dem sich die Barke einziehen sollte, errichtet.
In den Jahren 1957 und 1976 fanden Umbauten statt. Der Umbau 1976 hatte eine Teilung der Barke zur Folge. Es gab von nun an die Barke mit 200 Plätzen und die Barkerole mit über 100 Plätzen.

Die Barke verfügte über einen sehr dekorativen Vorführsaal mit einer aufwendig gestalteten Decke. Die letzte Vorstellung fand am 30. April 1987 statt.

Aki (Aktualitätenkino)

1952 erfolgte ein Umbau des Balis, dem auch eine Namensänderung folgte. Es wurde als AKI (Aktualitätenkino), als ein "Non-Stop" -Theater betrieben. Das bedeutete, dass nur Dokumentarfilme, Trick- und Zeichenfilme, Sportberichte und Wochenschauen gezeigt wurden. Am 16. Januar  1972 wurde das Aki geschlossen und das Gebäude abgerissen. Im Klockmann-Haus in der Kirchenallee wurde es wieder eröffnet, jedoch zum Jahreswechsel 1995/96 endgültig geschlossen. Das Aki führte als erstes Kino Doppelsitze ein, die nur an Paare vergeben wurden.

Bali (Bahnhofslichtspiele)

Nach dem Krieg wurde das Kino 1949 in das Obergeschoss der Ruine des Hapag-Gebäudes vom Architekten Ferdinand Streb eingebaut. Es befand sich am Glockengießer Wall 8a in der Nähe des Hauptbahnhofs. Den Reisenden sollte durch einen Kinobesuch die Wartezeit verkürzt werden. Der charakteristische Namenszug schmückte in Leuchtbuchstaben die Fassade. Es war der erste moderne Kinobau in Hamburg nach dem Krieg. Bei seiner Eröffnung war das Bali das größte Bahnhofskino Deutschlands.

 

Millerntor Theater

Das Millerntor Theater wurde im Jahr 1927 errichtet und befand sich auf St. Pauli auf der Reeperbahn. Es wurde nach Entwürfen des Architekten Winand gebaut. Es war eines der ersten deutlichen Zeugnisse der Hamburger Moderne und galt als Beispiel für die so genannte "Lichtarchitektur".
Die Lichtarchitektur umfasste außen 90.000 Kerzen und innen nochmals 70.000 sowie weitere Lichteffekte.

 

Das Gebäude wurde während des Krieges auch als Luftschutzraum benutzt und wurde  zerstört. Nach 1945 wurde das Theater provisorisch restauriert und für einige Jahre wiedereröffnet, bis es 1963/64 dem Iduna-Hochhaus-Neubau weichen musste.

Esplanade Theater

Der Tanzsaal des bereits seit 1907 bestehenden Esplanade-Hotels wurde 1948 vom Architekten Prof. Cesar Pinnau in ein Lichtspieltheater umgebaut. Es gehörte zu den prunkvollsten Lichtspieltheatern dieser Zeit in Hamburg.

Der Saal des Esplanade Theaters wurde streng nach dem neoklassizistischen Stil gebaut. Barocke Stuckarchitektur schmückte den Saal, Kronleuchter gaben die entsprechende Beleuchtung. 1968 wurde der große Saal geteilt, Esplanade & Intimes entstand. 1973 brannte das Gebäude, doch schon 1974 eröffnete das Esplanade wieder. Die letzte Vorstellung wurde am 22.08.1982 gegeben. Heute sind Büroräume in dem Gebäude untergebracht.

Lichtspielhaus am Millerntorplatz

Das Lichtspielhaus am Millerntorplatz gehörte zu den ältesten und prunkvollsten Lichtspielhäusern Hamburgs. Es wurde 1911/12 erbaut. 1250 Zuschauer fanden im Zuschauerraum und im Rang Platz. Eine kleine Bühne befand sich vor der Lichtbildfläche, davor ein vertiefter Musikerraum mit einer in die Vorbühne eingebauten Kirchenorgel.

Knopf's Lichtspielhaus - Docks Diskothek

Die Hamburger Kinogeschichte begann mit Eberhard Knopf am Spielbudenplatz auf St. Pauli. Im April 1900 führte er in seiner Gastwirtschaft Lichtbilder vor. Jedoch besaß er zu diesem Zeitpunkt noch keinen Gewerbeschein für ein Lichtspielhaus. Erst im Oktober 1906 errichtete er im Nachbarhaus seiner Wirtschaft ein Kinematographen-Theater mit 667 Plätzen.

Das Knopf's war das einzige Lichtspielhaus auf der Reeperbahn, das die Bombardierung im 2. Weltkrieg fast unbeschadet überstand. So konnte es am 27.07.1945 wiedereröffnen und 1950 sein 50- jähriges Bestehen feiern.
1965 wurde aus dem Lichtspielhaus das Eros-Cine-Center und 1974 erfolgte der Umbau zur Diskothek DOCKS.

 

Lessing-Theater - UFA-Palast am Gänsemarkt

Das Lessing-Theater wurde 1912 am Gänsemarkt erbaut und gehörte somit zu den ältesten Lichtspieltheatern Hamburgs.
Es war reich an Ornamenten an Decken und Wänden. Ein edles Treppenhaus führte zu den Rängen.
Der UFA-Konzern kaufte 1939 alle Grundstücke um das Lessing-Theater auf und errichtet schließlich den UFA-Palast am Gänsemarkt.


Waterloo Theater

In den Tanzsaal des Waterloo-Hotels an der Dammtorstraße 14 wurde 1905 das Cinema als erstes größeres und vornehmes Lichtspieltheater Hamburgs mit 400 Plätzen eingebaut. 1909 wurde es umgebaut und in Waterloo-Theater umbenannt. Das Waterloo besaß die erste Neonfassade Hamburgs.
Im Krieg wurde das Lichtspieltheater schwer beschädigt, konnte jedoch bald nach Kriegsende wiedereröffnen.

1956 ging das Lichtspieltheater in den Besitz von Metro Goldwyn Mayer Studios (MGM) über und wurde in MGM-Waterloo umbenannt.
Im April 1974 wurde das Waterloo geschlossen.

Belle-Alliance

1906 wurde ein Theater lebender Photographien mit 1911 Plätzen am Schulterblatt 115 - 119 in den größten Saal des Belle-Alliance-Hotels eingebaut. 1908 galt es als größtes Lichtspieltheater Hamburgs. Bei Umbauarbeiten 1911 und 1918 wurde die Leinwand auf 35 Quadratmeter vergrößert und ein Zwanzig-Mann-Orchester engagiert.
1943 wurde das Lichtspieltheater im Krieg zerstört.

Passage Lichtspieltheater

Das Passage Lichtspieltheater wurde 1912 in der Mönckebergstraße 17 erbaut. Es war eines der führenden Uraufführungstheater mit 1000 Plätzen.
Nach der Beschlagnahmung 1951 durch die Briten wurde es 1951 völlig renoviert wiedereröffnet.
1964 gab es die Teilung in Passage 1 mit 522 Plätzen und Passage 2 mit 271 Plätzen im ehemaligen Rang. 1980 wurde das Kino in drei Säle unterteilt.

Noch heute besteht das Kino in der Mönckebergstraße.

Heute verfügt das Kino über drei Säle mit insgesamt 822 Plätz

Urania

Die Urania Filmbühne wurde 1927 in der Fehlandtstraße gebaut. Umbauten fanden in den Jahren 1951, 1956 und 1967 statt.

Das Urania war ein Uraufführungstheater, wurde dann aber vor allem zu einer Abspielstätte für Dokumentar- und Kulturfilme. Dort fanden auch 1949 die Internationalen Kulturfilmtage in Hamburg statt.

Die Besonderheit am Urania Filmtheater war der Orchestergraben, der sich vor der Bühne befand. Hier wurde Musik zur Untermalung der Filme gespielt.

Holi (Hochhauslichtspiele)

Das Holi befindet sich in der Nähe des Grindelbergs und verfügt über 610 Plätze. Ein Highlight des Kinos ist der Vorhang im Saal 1. Es handelt sich um eine Handmalerei des Künstlers Friedrich Schwiek.
Zu sehen sind auf dem Vorhang bekannte Hamburger Stadtmotive wie der Jungfernstieg, der Elbtunnel oder die Landungsbrücken.

Hansa-Lichtbildbühne

Das Hansa wurde 1913 als "Hansa-Lichtspielbühne" eröffnet und später in "Hansa-Lichtbildbühne" unbenannt. Es befand sich am Steindamm. Die farbigen Fenster im Bauhaus-Stil wurden von der Firma Nickelsen wahrscheinlich während einer Renovierung im Jahre 1932 gestaltet und eingesetzt.

Das Kino wurde während der Bombardierung des 2. Weltkrieges 1943 zerstört, 1946 jedoch wieder aufgebaut. In den frühen 1960er Jahren wurde es wieder geschlossen und 1971 endgültig abgerissen. Einige der Fenster wurden gerettet und sind heute in Privatbesitz.


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